_________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

    _________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

         

        Button BUCHEN

        16. Historisches Schöffenmahl - Briedel, Sa. 18. Juni 2022

        Ankuendigung Schoeffenmahl 2022

        Ab 03.05.2022 fährt die Fähre Briedel zu den folgenden Zeiten:

        Dienstag und Donnerstag: 08:00 - 12:00 Uhr und 12:45 bis 17:00 Uhr

        Freitag: 12:45 bis 17:00 Uhr

        Samstag: 08:00 bis 12:00 Uhr und 12:45 bis 16:00 Uhr

         

        Mittwochs und sonntags fährt die Fähre Briedel nicht.

        Änderungen werden jeweils hier bekanntgegeben.


        Fähre Pünderich:

        auf www.puenderich.de finden Sie die aktuellen Fährzeiten:

        https://www.puenderich.de/gemeinde_aktuell/ueberfahrtszeiten-faehre-marienburg/



        Kleine Geschichte der Briedeler Fähre von Hermann Thur (auch zum download)

        Die Fähre "Briedeler Herzchen"
        Die Mosel war seit Altersher eine wichtige Verkehrsader im Nord-Süd-Verkehr. Insbesondere
        seit den Römerzeiten stellte Sie einen der wichtigsten Transportwege nördlich der Alpen im
        römischen Reich dar.
        Daneben waren die Flüsse aber auch immer Hindernisse, wenn Mensch oder Material quer
        zur Flussrichtung transportiert werden mussten. So bauten die Römer schon in Trier und
        Koblenz feste Steinbrücken, um den Fluss schnell und sicher überqueren zu können.
        An allen anderen Orten erfolgte die Überquerung mit Fähren, das waren i.d.R. große Nachen.
        Fuhrwerksfähren kamen erst viel später auf. Während zunächst fast jeder Ort zumindest einen
        kleinen Nachen als Fähre unterhielt, gibt es heute nur noch wenige Fuhrwerksfähren an der
        Mosel. Die Fähre "Briedeler Herzchen" ist derzeit die größte an der ganzen Mosel.
        Die Könige hatten sich das Fährrecht schon sehr früh gesichert und zogen daraus hohe
        Gebühren und Zölle. Durch Urkunde von 1354 verlehnte der Kaiser Karl IV. die Nutzung der
        Treidelpfade und damit auch das Recht über die Fähren der Mosel und ihrer Nebenflüsse an
        den Kurfürsten und Erzbischof Balduin von Trier, seinen Onkel. Dieser gab das Fährrecht
        dann gegen entsprechende Zahlungen weiter.
        Das Kloster Himmerod als einer der großen Grundeigentümer von Briedel, musste dem
        Kurfürsten sozusagen eine Fährpauschale zahlen. Damit waren die Ansprüche des Kurfürsten
        gegenüber den Pächtern, die auf der anderen Moselseite Weinberge und Felder
        bewirtschafteten, abgegolten. Das Kloster wurde dafür wiederum durch den Zehnten und
        weitere Ernteabgaben entschädigt. Mit enthalten in dieser Pauschale war auch die Überfahrt
        auf der kurfürstlichen Fähre in Schweich, wodurch die Briedeler, wenn sie Ihre Abgaben nach
        Trier brachten, kostenlos die dortige Fähre nutzen konnten.
        Die Bereithaltung des Fährnachens und der Lohn des Fährmanns waren davon noch nicht
        betroffen. Diese Kosten mussten darüber hinaus örtlich von den Nutzern aufgebracht werden.
        1923 z.B. in der Inflationszeit, wurden die Briedeler Fährgebühren in Naturalien (Roggen)
        festgesetzt. Das Geld hatte ja von morgens bis zur Rückfahrt am Abend an Wert verloren und
        der Fährmann war auf ausreichende Bezahlung angewiesen.
        Soweit wir in den überlieferten Unterlagen Nachweise haben, war die Gemeinde immer für
        die Anschaffung und Instandhaltung der Fähre verantwortlich. 1869 wird, so sagen die die
        Protokolle, eine neue Seilfähre angeschafft. Die Gemeinde verpachtete die Fähre dann
        regelmäßig an den Meistbietenden, der dann als Fährmann für den Betrieb sorgte und durch
        die Fährnutzungsgebühren sein Einkommen erzielte.
        Der Ferger = ferjo = ist althochdeutsch und bedeutet Bootsmann.
        Manche bezeichnen ihn auch als CHARON, den Fährmann der Unterwelt.
        Wir Briedeler sagen Pont, von lateinisch = Pons (Brücke).
        Das Wort bezeichnet ein am Seil hängendes Fährschiff, das als "fliegende Brücke" diente.
        In den 1960-ern übernahm die Gemeinde den Fährbetrieb in direkte Eigenregie und der
        Fährmann ist fest angestellt. Alle Weinbergsbesitzer der linken Moselseite werden durch eine
        flächenabhängige feste Fährgebühr zu den Betriebskosten herangezogen. Nichtwinzer und
        Gäste zahlen jeweils eine Überfahrtsgebühr.
        Sei dem Beginn des Weinbaus in der römischen Zeit mussten die Winzer zur Arbeit über die
        Mosel und auch die Ernte wurde mit den Hotten einzeln im Nachen zurück ins Dorf zur
        Kelter gebracht. Das dabei die Boote oft hoffnungslos überladen waren, denn keiner wollte
        abwarten, kann man sich vorstellen, insbesondere, wenn man der Unfälle gedenkt, die vielen
        Briedelern das Leben im kalten Nass kosteten. Sparsame Winzer und große Weingüter
        schafften sich eigene Nachen an, um dem Stau am Fährkopf und insbesondere den
        Fährgebühren zu entgehen. Schon in römischer Zeit wurde daher auf der dem Ort
        gegenüberliegenden Moselseite ein großes Kelterhaus gebaut. Die Ernte konnte von dort
        direkt auf Schiffe verladen und zu den Kellereien gebracht werden. Später errichtete die
        kurfürstliche Hofkammer, der größte Weinbergsbesitzer in Briedel, auf den alten Mauern
        wiederum ein zweites Kelterhaus, um die Ernte schnell und sicher einbringen zu können und
        die zeitraubende und gefahrvolle Flussüberquerung einzusparen. Der Traubenmost wurde
        von dort per Schiff direkt nach Zell in die Kellnerei geschafft.
        Die langen Schlangen der Wartenden vor dem Übersetzen waren immer ein Ärgernis. Daher
        rührt auch der Spruch:
        "Ein langsamer Ferger und ein schneller Pastor bekommen die meisten Leute zusammen".
        Andererseits war die Überfahrt auch immer eine Ruhepause und auf der Pont gab es den
        neuesten Klatsch zu hören.
        Zunächst waren die Weinberge nur durch schmale Fußpfade verbunden. Erste Wege
        ermöglichten Ende des 19. Jhdt. den Einsatz von Kühen als Zugtiere und erst Mitte des 20.
        Jhdts. wurden im Zuge der Motorisierung breitere Wege gebaut. Dazu mussten alle Briedeler
        zur Fronde antreten und die Kosten wurden auf die Weinbergsbesitzer umgelegt.
        Die Flurbereinigung arrondierte die vielen, durch Realteilung und Urbarmachung
        entstandenen Kleinparzellen und baute das Wegenetz großzügig aus.
        Noch um 1930 kam ein Winzer abends abgearbeitet nach Hause, nachdem er den ganzen Tag
        oben am Waldrand Felsgestein kleingehauen hatte und sagte:
        "Frau, heute sind wir wieder reicher geworden!, Ich habe zwei neue Rebstöcke gepflanzt".
        Die nach dem ersten Weltkrieg angeschaffte Wagenfähre wurde 1967 durch diese heutige
        neugebaute Fähre ersetzt.
        Die schweren Fähren mussten laufend zum Unterbodenschutz an Land gezogen werden und
        wurde dann in Fronde gesäubert und neu geteert. Heute wird sie dazu laufend nach Trier in
        die Schiffswerft gezogen.
        Trockenheit und Regen veränderten oft den Wasserstand und behinderten den Verkehr, bis
        durch die Kanalisierung ein konstanter Wasserspiegel gegeben ist. Auch bei extremen
        Hochwassern und insbesondere bei Eisgang musste die Fähre wegen der großen Gefahr der
        Beschädigung und Abtrift an Land gezogen werden. Dann mussten, analog einem
        Feueralarm, alle Männer mithelfen.
        Neben der Wagenfähre war viele Jahre ein stählerner Nachen mit einer Kapazität von ca 40
        Personen im Einsatz. Dieser wurde insbesondere genutzt, wenn Niedrigwasser den Einsatz
        der großen Fähre behinderte.
        Der alte Fährnachen, wie auch unsere Wagenfähre, waren Gierfähren, d.h. sie hingen an
        einem über die Mosel gespannten Seil und wurden durch Schrägstellung von der Strömung
        auf die jeweils andere Seite getrieben. Durch die Moselkanalisierung nahm die Strömung
        stark ab und die Fähre musste motorisiert werden. Das Seil war auf der Weinbergsseite im
        Fels verankert und auf der Ortsseite stand ein 25 Meter hoher Stahlgittermast über den es am
        Fundament der Schule in einer Spannvorrichtung befestigt war. Das Fährseil und der 1906
        aus Eisen errichtete "Schleudermast" wurde 1996 abgebaut. Seine Wetterfahne sehen Sie hier
        an der Fähre, der Turm steht am alten Strandbad und wurde zu einer Kinderrutsche
        umgestaltet. Vorher gab es einen Holzmast, der immer aus dem größten Baum im
        Gemeindewald hergerichtet wurde.
        Im März 1945 kurz vor dem Rückzug der deutschen Truppen, hat der Briedeler Fährmann
        und einige beherzte Bürger die Fähre versenkt, um einer Sprengung vorzugreifen. Als sie
        dann im Juli 1945 unter Mithilfe aller Bürger wieder gehoben wurde, hat die
        Militärverwaltung sie requiriert und in Reil zum Truppenübersetzen eingesetzt. Erst Ende
        1946 kommt sie ramponiert zurück.
        Die hohe Motorisierung durch schnelle Autos und große Traktoren veranlasst viele Winzer
        heute, über die Zeller Brücke in die Weinberge zu fahren und damit Zeit zu sparen. Die
        wirtschaftliche Ausnutzung lässt damit nach und wird nur teilweise vom Tourismus
        aufgewogen. Die dadurch bedingte eingeschränkte Fährzeit verstärkt die Symptome noch
        weiter.

        Über das Fährhäuschen von Hermann Thur (auch als download)

        Fährhäuschen
        Auf der linken Moselseite, am Fährkopf gegenüber dem Ort Briedel, steht ein trutziges
        Bruchsteinhäuschen, eng in den Sockel des Steilhangs hineingebaut.
        Schon in frühen Jahren befand sich hier ein Schutzbau und Warteraum vor den Unbilden der
        Witterung für die auf die Überfahrt mit der Fähre wartenden Winzerinnen und Winzer. Die
        Ortschronik von 1728 berichtet uns, dass eine Kapelle am Moselufer durch Eisgang so stark
        beschädigt wurde, dass sie abgebrochen werden musste. Aus 1740 ist uns überliefert, dass das
        St. Nepomuk-Bild (wohl eine Statue) im Briedeler Fährhaus im Hochwasser abgetrieben und
        von Merler Jungen geländet werden konnte. Sie wurden für die Rückgabe fürstlich belohnt.
        Ähnliches gilt für die Rückgabe des Bildes in 1771. Das jetzige Bauwerk wurde 1823 erbaut.
        Die Fähre war zu dieser Zeit ein großer Holznachen. Der Bedarf einer Wagenfähre bestand
        noch nicht, da mangels Wegen Fuhrwerke in den Weinbergen nicht eingesetzt werden
        konnten. Die größeren Weingüter hingegen hatten meist eigene - private - Nachen und waren
        auf die öffentliche Fähre und die damit manchmal verbundenen langen Wartezeiten nicht
        angewiesen.
        Wie die Annalen berichten, stand in der Innennische ein Holzkreuz und in der Außennische
        über dem Eingang war eine Statue des Hl. Nepomuk, des Patrons der Brücken und Fähren
        sowie gegen Wassergefahren, aufgestellt.
        Die Anschaffung einer leistungsfähigen Wagenfähre und die Motorisierung minderten den
        Bedarf am Warteraum und das Gebäude zeigte durch die vielen Hochwasser und sonstige
        Witterungseinflüsse bedingte Bauschäden.
        Im Jahre 1959 ließ der spätere Bundespräsident Heinrich Lübke, dessen familiäre Wurzeln in
        Briedel liegen, das Fährhäuschen als Dank für einen glimpflich überstandenen Autounfall
        renovieren. Dazu stifteten die Wageninsassen auch ein Marmorkreuz für die Innennische und
        eine Nikolausstatue für die Außennische.
        1986 bauten die Karnevalsgesellschaft und der Fanfarenzug eine umlaufende Drainage, die
        Außenabdeckung wurde erneuert sowie Hochwasserschäden beseitigt.
        Der Geschichts- und Kulturverein, unterstützt von der Aufbaugemeinschaft und der
        Gemeinde sowie privaten Spendern, renovierten das Fährhäuschen 2012 grundlegend.
        Die Heiligenstatuen trieben mehrfach im Hochwasser ab oder wurden sogar entwendet.
        Spenden aus der Bevölkerung ermöglichten 1986 die Anschaffung einer neuen
        Nikolausstatue, die jedoch nach wenigen Jahren aus der Verankerung gebrochen und
        wiederum gestohlen wurde. Heute thront über dem Eingang wieder eine Nikolausbüste, die
        der Bildhauer Christoph Anders im Auftrag eines ungenannten Gönners schuf.
        Die Briedeler Kirchenbücher berichten auch des Öfteren von folgenschweren Unfällen mit
        dem Fährnachen, wobei verschiedene Personen ertranken. Rechts neben dem Häuschen ist in
        der alten Stützmauer z. B. noch ein sandsteinernes Gedenkkreuz für den hier am 4. April
        1836 in der Mosel ertrunkenen Trierer Schiffer Johann Fischer zu sehen.
        Heute dient das Fährhäuschen den Radlern auf dem neuen Moselradweg als Wetterschutz und
        bei den Wanderern ist es mit seinen davorstehenden Ruhebänken als schattiger Rastplatz mit
        schönem Blick auf Briedel beliebt.

         

        Touristinformation

        _________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

        Moselsteigseitensprung BriedelerSchweiz

        _________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

        Impressionen

        _________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

        Corona-Sicherheits-Beschränkungen

        csm luftaufnahme philipp bohn gekauft corona 10x5 dc7f543c51

        Liebe Wanderer, liebe Naturfreunde, liebe Sportler,

        Um Begegnungsverkehr auf den schmalen Pfaden in der Briedeler Schweiz zu begrenzen und um die Einhaltung der Abstandsregelungen zu ermöglichen,  bitten wir Sie, den Rundweg des Seitensprung nur im Uhrzeigersinne zu begehen.

        Gemeindeverwaltung Briedel

         

          Bitte hier klicken für aktuelle Corona-Informationen im Zeller Land. 

        Foto: Philipp Bohn

        _________________________________________________________ herzchen     _________________________________________________________

        Touristinfo Briedel Öffnungszeiten

         

        Ab 11.04.22 gelten folgende Öffnungszeiten:

        Montag: 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

        Freitag: 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

        oder per E-Mail. Alle E-Mails werden regelmäßig abgerufen und bearbeitet.

        Nutzen Sie für Ihre Anfragen doch einfach unser Kontaktformular:

        Kontaktformular Touristinformation

         

        Touristinfo Briedel Kontaktdaten


        Dorothe Kirsch

        Moselstraße 25
        56867 Briedel
        Tel.: 0 65 42 - 40 13
        Fax: 0 65 42 - 90 18 70

        touristinfo@briedel.de

        Hier können Sie uns eine Nachricht senden, Fragen stellen oder Infomaterial bestellen:

        Kontaktformular Touristinformation