Weinort Briedel an der Mosel

Einladung - Geistliche Weinprobe am 16.11.2018

Heilige und Wein – Zwei die sich ergänzen – geistliche Weinprobe in der St.Martin Festwoche

Zu einem geistlichen Abend mit Musik und Gesang

am Freitag, 16. November 2018 Beginn um 19.00 Uhr in der St.Martin-Kirche in Briedel

laden wir alle Gemeindemitglieder und Angehörige der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm, sowie Gäste herzlich ein.

Erleben Sie einen unvergesslichen Abend bei Kerzenschein.

In vier Abschnitten werden ihnen jeweils 2 Heilige aus der Kirche mit 2 Weinen vorgestellt.

Der Vorverkauf findet am Sonntag, 11. Nov. von 13.30 – 18.00 Uhr
im Pfarrheim bei der Buchausstellung mit Kaffee und Kuchen statt.

Eintritt: im Vorverkauf € 11 Abendkasse € 13 pro Person

Hochprozentige Schätze


Was heißt eigentlich Schnaps? Schnaps ist ein ursprünglich norddeutsche Wort, das dem Niederländischen entlehnt ist – Snap(p)s – und sich im Laufe der Jahrhunderte im ganzen deutschen Sprachraum verbreitet hat.

Selbstverständlich ist diese Bezeichnung auch für die hiesigen Edelbrände aus z.B. Trester oder Obst angewandt worden.

Eigentlich sollen die Araber den Schnaps erfunden bzw. entdeckt haben. Die Araber hatten es nämlich mit dem Destillieren. Das war die Kunst, flüssige Stoffe durch Verdampfung zu reinigen und zu trennen. Dadurch produzierten sie Essenzen, welche alle Düfte des Orients in sich bargen. Eines Tages destillierten sie vergorene Trauben. Das Destillat hatte einen nicht bekannten Duft und die Destillateure tranken reichlich davon, denn der Trunk schmeckte; doch nach einigen Retorten schliefen sie ein. Als sie erwachten, fragte der eine den anderen, „was haben wir da gebraut?“ Der andere antwortete: „Alkuhl“ Das heißt zu Deutsch „vergessen“! Der Schnaps war geboren und der Alkohol hatte seinen Namen.

Andere Quellen schreiben den alten Ägyptern die Nutzung von Schnaps zu. Der unwiderstehliche Blick der Kleopatra soll auf einen Schnapszauber bzw. auf ein Schapskosmetikum zurückzuführen sein.

Der Stand der Schnapsbrenner verdankt seinen Aufstieg aus bescheidenen Anfängen, paradoxerweise einer der größten Katastrophen des Mittelalters: der großen Pest von 1348/49, dem schwarzen Tod. In hunderten von hastig hergestellten „Pesttraktaten“ wurden die Symptome der Seuche beschrieben, Behandlungsmethoden verbreitet und Vorbeugemaßnahmen aufgezeigt. Als Zentrum der Behandlung: Aqua vitae, das Lebenswasser. Ob die keimtötende Wirkung des brennenden Wassers tatsächlich Leben gerettet hat, bleibt dahingestellt. Ärzte träufelten Alkohol auf Taschentücher und Gesichtsmasken um sich vor Ansteckung zu schützen, man badete buchstäblich in stark verdünntem Branntwein, verwendete ihn innerlich zur Stärkung des Organismus. Gerade dieser momentane große Bedarf führte zu weiteren technischen Neuerungen in den darauffolgenden 150 Jahren. Seit dem 14. Jahrhundert besitzen Ärzte und Apotheker Monopole auf die Herstellung des gebrannten Wassers – daneben gibt es schon bald die Zünfte der Weinbrenner. Und diese Weinbrenner stellen nun nicht ein Medikament oder einen Heiltrunk her, sondern ein Genußmittel. Eine Medizin, die die Lebensqualität derart steigerte (man erwähnt auch die „starke“ Wirkung auf schöne Frauen und liebende Paare.....) blieb wohl nicht lange allein den Kranken vorbehalten.

Autor: H.Otto Stölben,www.zum-eulenturm.de