Weinort Briedel an der Mosel

Ergebnis Abstimmung schönster Wanderweg Deutschlands

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Der Moselsteig wurde zum schönsten Fernwanderweg Deutschland gewählt. Hunderte Besucher von briedel.de haben mit abgestimmt und zu diesem tollen Ergebnis beigetragen.

RZ-11.8.2016 - hier klicken zum Lesen des Artikels                       Infos über die Wahl und alle Ergebnisse

Briedel ist immer einen Besuch wert...

Sehen Sie hier einen kleinen Film von Peter Friesenhahn über den schönen Moselort Briedel:

 

 

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Briedel und seine Geschichte

Das Gebiet um Briedel (Briedeler Heck) zeugt von Spuren einer sehr frühen Besiedlung:
Im 7. Jhd. v. Chr. haben die Römer hier gewohnt und es taucht erstmals die Bezeichnung „praedolium“ = Landgut auf. Der eigentliche Ort scheint im 8. Jahrhundert entstanden zu sein, denn 745 n. Chr. wird die Martinskirche erstmals urkundlich erwähnt.
Briedel gehörte durch Schenkung zunächst zum Bistum Metz. Rechtsstreitigkeiten veranlassten den Bischof von Metz jedoch, den Ort an das Kloster St. Trond (Belgien) weiterzureichen. 1263 verkaufte man Briedel an das Bernhardiner-Kloster Himmerod in der Eifel. Die Zeichen des Klosters, die beiden verschlungenen Ringe, findet man in Briedel heute noch auf Grab- und Wegsteinen, Torbögen und Häusern.
Briedel erhielt im Mittelalter Stadtrechte und wurde seitdem von einer schützenden Mauer umgeben, von der noch heute Reste wie z. B. der Eulenturm bestehen. Im Zuge der Säkularisierung (1805) wurden die Klöster aufgelöst und die Güter versteigert. Wie in vielen Städten hielt man auch in Briedel Freudenfeste ab. Seitdem besteht in Briedel das Recht auf selbständige wirtschaftliche Existenz und die Winzer und ihre Weingüter erhalten eine individuelle Identität und Marktposition.

Die Geschichte vom „Briedeler Herzchen"

Der Briedeler Winzer Johann Römer undseine älteste Tochter Katharina, die von gar liebreizender Gestalt war, pilgerten eines frühen Herbsttages über die Moselberge nach Clausen. Am späten Nachmittag des ersten Tages gelangten sie müde in Bernkastel-Kues an und suchten sich ein Nachtlager. Der Zufall wollte es, dass sie beim Fährmann unterkamen. Trübe Stimmung herrschte im Hause, denn der einzige Sohn lag krank darnieder und jegliche Arznei versagte. Da packten die Fremden aus Briedel ihre Wegzehrung aus, darunter eine Flasche Briedeler Wein. Katharina trat ans Krankenlager, schaute dem Ärmsten liebevoll und tröstend in die Augen und ließ ihn einen kräftigen Schluck schlürfen. Entzückt von dem Anblick der lieblichen Maid und der Wirkung des edlen Tropfens, begann das Herz des Jünglings kräftiger zu schlagen.
Am nächsten Morgen zogen die beiden weiter und vergaßen nicht, dem kranken ihre „Medizin" zu schenken. Wenige Tage später waren die Wanderer wieder auf dem Heimweg und wollten sich nach dem Befinden des jungen Fährmanns erkundigen.
Dieser stand aber schon wieder am Seil seiner Fähre und rief beim Anblick der schönen Briedelerin freudig aus:
„Willkommen, mein Briedeler Herzchen!" Im Jahr darauf wurden die beiden ein Paar. Ihr jüngster Sohn kam zu großen Ehren: Er wurde der berühmte Kardinal Nikolaus von Kues! So kam die Weinbaugemeinde Briedel durch die Schönheit einer Tochter und durch die Güte ihres Weines zur Bezeichnung ihrer besten Weinlage: Briedeler Herzchen.

St. Martins-Kirche

Die heutige barocke St. Martins-Kirche in Briedel, erbaut 1772 bis 1776, steht auf einem Boden, der schon mehr als 1000 Jahre als Kirchplatz diente. Besonders erwähnenswert sind die herrliche Deckenmalerei, die Orgel und der 1950 restaurierte Hochaltar.